Tipps & Tricks für Hunde

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Die frühere Berliner Sammlung zu Vorsorge, Notfällen, Reisen und Erkrankungen bei Hunden.

Operation beim Hund

Letzte Fütterung vor der Narkose

Vor einer Narkose erhält Ihr Hund von unserem Team eine individuelle Anweisung zu Futter und Wasser. Bitte folgen Sie dieser Vorgabe und fragen Sie nach, wenn Medikamente oder Vorerkrankungen eine Rolle spielen.

Medikamenteneingabe am Operationstag

Bitte geben Sie am Operationstag keine entzündungshemmenden oder schmerzstillenden Medikamente. Sollte Ihr Hund täglich zu verabreichende Medikamente wie Antibiotika, Herzmedikamente, Schilddrüsenmedikation oder Insulin benötigen, besprechen Sie bitte mit einem Tierarzt des Veterinärmedizinischen Zentrums Berlin bei der Narkoseterminvergabe, ob die Medikamentengabe am Narkosetag durch Sie oder durch ein Mitglied unseres Teams erfolgen soll.

Zustand nach der Narkose

Nach einer Narkose verbleibt Ihr Hund zunächst im speziellen Aufwachraum des Veterinärmedizinischen Zentrums Berlin unter tierärztlicher Obhut, bis narkosebedingte Komplikationen ausgeschlossen werden können. In seltenen Fällen sind „Narkosenachwehen" wie leichtes Schwanken, gesteigerte Geräuschempfindlichkeit oder Unruhe zu beobachten, die keinen Grund zur Sorge darstellen. Richten Sie Ihrem Schützling einen ruhigen und warmen Platz auf dem Boden ein und beobachten ihn, bis er völlig ausgeschlafen ist.

Fütterung nach der Narkose

Sie dürfen Ihrem Hund im Allgemeinen eine Stunde nach Abholung Wasser reichen, mit der ersten Fütterung empfehlen wir im Normalfall bis zum Morgen nach der Narkose zu warten. In speziellen Fällen, wie nach Magen-Darm-Operationen oder bei sehr kleinen Hunderassen, kann es zu Abweichungen kommen.

Haltung des Hundes nach der Operation

Nach kleineren Eingriffen wie Endoskopien oder Gebißsanierungen sollte der Hund für ein bis zwei Tage geschont werden. Nach größeren Eingriffen empfehlen wir, Ihren Hund die ersten 7 Tage nur an der Leine auszuführen und nicht zum Spielen zu animieren. Nach orthopädischen Operationen können mehrere Wochen Leinenruhe notwendig sein. Bitte baden Sie Ihren Hund nicht, bis die Fäden gezogen sind (im Allgemeinen am 10. Tag nach der Operation).

Wundheilung

Die Operationswunde darf von Ihrem Hund nicht beleckt oder beknabbert werden. Andernfalls muss er einen Plastikkragen bis zum Ziehen der Fäden (bei intracutaner Naht bis zum 10. Tag) tragen. Eine geringgradige Schwellung/Rötung der Wundränder ist unbedenklich; bei starker Schwellung oder Rötung stellen Sie Ihr Tier sicherheitshalber im Veterinärmedizinischen Zentrum Berlin vor. Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns bitte lieber einmal zu viel als einmal zu wenig an.

Erste Hilfe beim Hund – Wie verhalte ich mich bei Notfällen?

Welche Notfälle sind zu erwarten?

  • akutes Trauma (Autounfall, Beißerei, Fenstersturz)
  • Vergiftungen (Rattengift, Frostschutzmittel, Arzneimittelvergiftungen)
  • akute Erkrankungen (Magendrehung, Parvovirose, Staupe)
  • Komplikationen im Anschluss an Operationen (postoperative Blutungen, Kreislaufversagen, Nahtdehiszensen)

Die korrekte Erstversorgung dieser Patienten durch Sie kann den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen!

Wie kann man sich auf einen Notfall vorbereiten?

Hilfreich ist ein Standard-Erste-Hilfe-Verbandskasten (wie im Auto). Diesen ergänzt man um: Decke, Thermometer, Taschenlampe, Betaisodona-Lösung, Instant-Kühlkissen, konzentrierte (40%ige) Glukoselösung, Telefonnummern vom Haustierarzt, Telefonnummer Giftnotrufzentrale (Notruf / Beratung 030-19240).

Notfall A B C

A wie Airway/Atemwege: Stellen Sie sicher, dass die Atemwege frei von Schleim, Dreck, Erbrochenem oder Fremdkörpern sind. Zur Inspektion strecken Sie vorsichtig Kopf und Hals und ziehen die Zunge aus dem Maul. Bei Verdacht einer Kopf- oder Halsverletzung nicht zu stark strecken!

B wie Breathing/Atmung: Die normale Atmung ist ruhig und regelmäßig (10–20 Atemzüge pro Minute). Eine bläuliche Verfärbung der Schleimhäute deutet auf Sauerstoffmangel. Ist keine Atmung feststellbar: Mund-zu-Nase-Beatmung – Kopf und Hals strecken, Zunge nach vorne ziehen, über 2–3 Sekunden Luft einblasen, in Abständen von 3–5 Sekunden, bis Spontanatmung einsetzt oder eine Praxis erreicht ist.

C wie Cardiovascular/Herz-Kreislauf: Schleimhautfarbe (normal blaßrosa) und Kapillarfüllungszeit (max. 1,5–2 Sekunden) prüfen, Puls/Herzfrequenz messen. Ohne Herzschlag/Puls und Atmung: Brustkorbkompressionen und Beatmung – Verhältnis bei Hunden unter 10 kg 1:3, 10–20 kg 1:5, über 20 kg 1:7.

Blutungen: Druckverbände an Gliedmaßen (von körperfern nach körpernah, Zehen einschließen), Bauch, Ohren und Schwanz. Durchgebluteter Verband nicht entfernen, sondern umwickeln. Abbinden nur im äußersten Notfall (alle 5 Minuten lockern). Innere Blutungen gehören in tierärztliche Hand.

Weitere Notfälle: Bei Atemnot Ruhe, Tragen, Halsband entfernen, vor Hitze schützen. Augen bei Chemikalienkontakt 5 Minuten spülen, dann sofort zum Tierarzt. Verbrennungen mit kaltem Wasser/kühlen Kompressen versorgen und unverzüglich vorstellen. Bei Vergiftungen Gift sicherstellen und Vergiftungsberatung anrufen. Bei Trauma erst Eigensicherung, bei Frakturverdacht auf Brett/Decke transportieren, dann ABC-Check.

Giftliste Hunde

Für Hunde giftige Pflanzen und Stoffe: alkoholische Speisen, Auberginen/Tomaten und andere Nachtschattengewächse, Azalee, Benzin, Brunfelsie, Becherpriemel, Bogenhanf, Buchsbaum, Dieffenbachia, Drachenbaum, Eibe, Erdnüsse, Fahrzeug-Frostschutzmittel, Fensterblatt, Ficus, Goldregen, Gummibaum, Hortensie, Kakao, Karbolineum, Lorcheln, Maiglöckchen, Meninge, Misteln, Obstkerne, Oleander, Petroleum, Pferdeäpfel von frisch mit Mectinen behandelten Pferden, Philodendron, Rhododendron, Rosinen, Sagopalme, Schokolade (je dunkler desto gefährlicher), Terpentin, Tollkirsche, Walnüsse, WC-Reiniger, Weihnachtsstern, Weintrauben, Xylit (Zuckerersatzstoff), Yuccapalme, Zwiebeln (roh).

Vergiftung beim Hund

Sollte Ihr Hund eine giftige Pflanze oder einen giftigen Stoff gefressen haben, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Verabreichen Sie Ihrem Tier keine für den Menschen zugelassenen Medikamente ohne Rücksprache mit einem Tierarzt, auch nicht im Notfall!
  • Bitte stellen Sie bei Vergiftungsverdacht Ihr Tier sofort im Veterinärmedizinischen Zentrum vor, falls möglich bringen Sie die verdächtige Giftquelle (im Idealfall mit Verpackung), angefressenes oder erbrochenes Material mit!
  • Alle Pflanzen-, Insekten- und Nagervernichtungsmittel sind als hochgiftig zu behandeln. Gleiches gilt auch für Dünger sowie Putzmittel aller Art!

Gentests bei Hunden

Die Überprüfung genetischer Veranlagungen mittels Gentests ermöglicht es heute dem verantwortungsvollen Züchter, in Absprache mit seinem Tierarzt Anpaarungen so zu planen, dass eine Vielzahl der durch bekannte Genmutationen verursachten Erkrankungen bei den Welpen ausgeschlossen werden können. Bei verantwortungsbewusster und intelligenter Anpaarung müssen Anlageträger von rezessiven Mutationen nicht zwangsläufig von der Zucht ausgeschlossen werden. Die Untersuchungen erfolgen mittels Backenschleimhautabstrich oder Blutprobe.

Zur Verfügung stehende Gentests u.a.: Brachyurie (Stummelrute), Bully Whippets, CD (Deutsch Kurzhaar), CEA (Collie Eye Anomalie), Chondrodysplasie, CMR 1/CMR 2, CORD 1, CRD, CSNB (Briard), CT (Bedlington Terrier), Cystinurie (Neufundländer), Degenerative Myelopathie, Duchenne Muskeldystrophie, Faktor VII Defizienz, Fucosidose, GM1-Gangliosidose, Gray Collie Syndrome, GRMD, GZL (Krabbe Krankheit), HMLR (Labrador), Hyperuricosie, Katarakt, MH (Maligne Hyperthermie), MPS VII, Narkolepsie, NCL, NEWS, Nephropathie (Alport Syndrom), Osteogenesis imperfecta, PDP1, PFKD, PRCD-PRA, rcd1, rcd3, SCID, vWD 2, vWD 3, X-SCID.

Informationen zum Gendefekt MDR1

Der MDR1-Gendefekt ist eine, insbesondere bei Hütehunden verbreitete Mutation, als deren Folge es zu einer mangelhaften oder fehlenden Synthese des Proteins P-gp kommt. Dieses Protein ist wichtiger Bestandteil des MDR1-Transporters, dessen Vorhandensein eine Voraussetzung für das Funktionieren der sog. Blut-Hirn-Schranke ist. Fehlt dieser Transporter, kann es bei betroffenen Hunden nach Aufnahme bestimmter Medikamente zu starken neurotoxischen, nephrotoxischen oder hepatotoxischen Nebenwirkungen − bis hin zum Tod – kommen. Bei allen Hunden gefährdeter Rassen ist ein mittels Blutprobe zu erstellender Gentest auf das Vorliegen einer MDR1-Mutation dringend anzuraten.

MDR1 Befundung: MDR1 +/+ kein MDR1-Defekt; MDR1 +/- heterozygoter (mischerbiger) Träger; MDR1 -/- homozygoter (reinerbiger) Träger mit Totalausfall des MDR1-Transporters, zahlreiche Arzneimittel-Überempfindlichkeiten, Gefahr einer schweren Arzneimittelvergiftung mit z.T. Todesfolge.

Betroffene Rassen (Häufigkeit MDR1(-)): Collie Kurzhaar (68%), Collie Langhaar (55-57%), Longhaired Whippet (42-65%), Australian Miniature Shepherd (20-50%), Shetland Sheepdog (7-35%), Silken Windhound (18-30%), Australian Shepherd (17-46%), McNab (17-30%), Wäller (17-19%), Weißer Schäferhund (14%), Old English Sheepdog (1-11%), English Shepherd (7-15%), Deutscher Schäferhund (6-10%), Border Collie (1-2%), Hütehund Mixe (6-7%), Mix allgemein (2-7%).

Kritische Arzneistoffe: Makrozyklische Laktone (z.B. Ivomec, Equest, Cydectin u.a.) führen bei MDR -/- Hunden zu teils lebensbedrohenden Vergiftungen. Loperamid (Imodium), Emodepsid (Profender), Zytostatika, Immunsuppressiva (Cyclosporin A, Tacrolimus), Opioide, Antiemetika, Ulkusmedikamente, Antimykotika und bestimmte Antibiotika sollten vermieden bzw. nur unter strenger Indikation und reduzierter Dosis angewandt werden. Bei Spaziergängen sollte die Aufnahme von Pferdekot unbedingt verhindert werden.

Entwurmung: Empfehlungen Bandwurm

Wir empfehlen für Hunde, die viel Freilauf in Wald-, Feld- und Wiesengebieten haben, alle 4 Wochen die Entwurmung mit einem Mittel gegen den Fuchsbandwurm (z.B. Droncit oder Drontal plus). Bei Hunden die überwiegend an der Leine Gassi gehen, empfehlen wir – entsprechend einer EU-Richtlinie – die Entwurmung im Abstand von zwei Monaten.

Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein Parasit, der neben seinem Hauptwirt, dem Fuchs, und seinem Zwischenwirt, den Kleinnagern, auch Katzen und in selteneren Fällen Hunde und Menschen infizieren kann. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion lebensgefährlich, eine Heilung kaum möglich. Im Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden ist Hygiene und regelmäßige, prophylaktische Entwurmung der beste Infektionsschutz für den Menschen. Da der Fuchsbandwurm 4-5 Wochen Entwicklungszeit im Darm des Hundes benötigt, empfiehlt sich die Entwurmung gefährdeter Hunde in 4-wöchigem Abstand.

Impfung – Empfehlung für Hunde

Grundsätzlich sollten alle Hunde gegen folgende – teils tödlichen – Infektionserkrankungen geimpft werden: Staupe, Parvovirose, ansteckende Leberentzündung (HCC), Leptospirose, Tollwut. Zeckengefährdeten Hunden empfehlen wir zusätzlich die Impfung gegen Borreliose. Eine Impfung gegen Zwingerhusten empfehlen wir bei Hunden in Gruppenhaltung. Bei Zuchthündinnen raten wir zur Impfung gegen die canine Herpesvirus Infektion (CHV-1). Hunde, die ins südosteuropäische, südeuropäische oder tropische Ausland reisen, sollten eine Immunisierung gegen Leishmaniose erhalten.

Impfschema Standardimpfungen (Welpen): 8. Lebenswoche Staupe/Parvovirose/HCC/Leptospirose; 12. Lebenswoche zusätzlich Tollwut; 16. Lebenswoche; 15. Lebensmonat. Bei erwachsenen Hunden nach Grundimmunisierung jährliche Wiederholung gegen Staupe/Parvovirose/Leptospirose/HCC und zweijährliche Wiederholung gegen Tollwut.

Borreliose: Erstimpfung ab 12 Wochen, zweite Impfung 3–5 Wochen später, dritte nach einem halben Jahr, danach jährlich vor Beginn der Zeckensaison. Die Impfung schützt nicht gegen Zecken, daher zusätzlich Spot-on-Präparat. Leishmaniose: 1. Impfung ab 6 Monaten, 2. nach 3 Wochen, 3. nach weiteren 3 Wochen, jährliche Wiederholung; zusätzlich Permethrin-Schutz gegen Sandmücken. CHV-1 (Welpensterben): 1. Impfung während Läufigkeit oder 7–10 Tage nach Decktermin, 2. Impfung 1–2 Wochen vor Geburtstermin.

Reisekrankheiten beim Hund

Reisekrankheiten des Hundes, insbesondere Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Dirofilariose (Herzwurmerkrankung), haben in den letzten Jahren in Deutschland zugenommen. Ihre Erreger werden durch blutsaugende Kleinstlebewesen übertragen: Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose durch Zecken, Leishmaniose durch Sandmücken, Dirofilariose durch Stechmücken.

Babesiose: Übertragung durch Zecken; die Babesien besiedeln rote Blutkörperchen, es kommt zu hämolytischer Anämie mit blassen Schleimhäuten, Rot-/Braunverfärbung des Urins, Fieber, Abmagerung, Apathie. Wichtigste Vorbeugung: Zeckenprophylaxe (Spot-on), ggf. Imidocarb-Dipropionat (Schutz 4–6 Wochen); im Ausland Impfpräparate verfügbar.

Anaplasmose: Erreger Anaplasma phagocytophilum, übertragen durch Ixodes ricinus (Holzbock). Symptome 1–3 Wochen nach Infektion: Fieberschübe, Mattigkeit, Futterverweigerung, Nasen-/Augenausfluss. Vorbeugung durch Zeckenprophylaxe; Therapie bei rechtzeitiger Diagnose möglich.

Ehrlichiose: Erreger Ehrlichia canis, übertragen durch die Braune Hundezecke. Verlauf, Prophylaxe und Therapie entsprechen der Anaplasmose.

Leishmaniose: Erreger Einzeller der Gattung Leishmania, Übertragung durch Sandmücken. Symptome: Hautveränderungen (Haarverlust, Schuppen, Geschwüre, Knoten v.a. an Ohrrändern, Nasenspiegel, um die Augen), Gewichtsverlust, Organentzündungen, Nierenversagen. Vorbeugung: Hunde bei Dämmerung in mückengeschützten Raum, abweisendes Halsband/Spot-on. Ohne Behandlung sterben bis zu 90 % innerhalb eines Jahres.

Dirofilariose (Herzwurm): Erreger Dirofilaria immitis, übertragen durch Stechmücken; Würmer siedeln in der rechten Herzkammer (bis 35 cm lang). Symptome: Gewichtsverlust, Atemnot, chronischer Husten, Bauchwassersucht, Leber-/Nierenversagen. Vorbeugung: Schutz vor Stechmücken, Chemoprophylaxe durch Spot-on (mind. alle 30 Tage).

Tipps zur Behandlung des Diabetes beim Hund

Diabetes mellitus ist eine bei Hunden häufige hormonelle Erkrankung. Betroffen sind vermehrt unkastrierte Hündinnen mittleren bis höheren Alters. Symptome: Gewichtsverlust bei ungestörtem/gesteigertem Appetit, vermehrtes Trinken, vermehrter Urinabsatz. Ein unbehandelter Diabetes kann zu Herzerkrankungen, Lebererkrankungen, Nierenversagen, Katarakt mit Erblindung und letztlich zum Tode führen. Zur Diagnose werden Blutstatus und oft Urinuntersuchung durchgeführt. Behandlung durch meist 1×-tägliche subkutane Insulininjektion, regelmäßige lebenslange Kontrollen, eiweißreiche und kohlenhydratarme Fütterung. Erhöhtes Risiko u.a. bei: Alaskan Malamute, Beagle, Cairn Terrier, Chow-Chow, Dackel, Dobermann, Engl. Springerspaniel, Golden Retriever, Keeshond, Labrador, Pudel, Puli, Samojede, Schipperke, West Highland White Terrier, Zwergpinscher, Zwergschnauzer.

Cushing-Syndrom beim Hund – Tipps zur Behandlung

Das Cushing-Syndrom ist eine der am häufigsten diagnostizierten hormonellen Störungen des Hundes. Betroffene Hunde produzieren eine übergroße Menge Cortisol. Ursache ist in den meisten Fällen ein Hypophysen- (80–85 %) oder ein Nebennierentumor (15–20 %). Anzeichen: vermehrte Wasseraufnahme/Urinabsatz, Muskelschwäche/-abbau, Lethargie, gesteigerter Appetit, „Hängebauch", übermäßiges Hecheln, Haarverlust, Hauterkrankungen, dünne Haut. Diagnose über speziellen Bluttest (drei Blutabnahmen über 8 Stunden). Lebenslange Therapie mit Vetoryl (Wirkstoff Trilostan); Kontrollen nach 2, 4 und 12 Wochen, danach im 3-monatigen Abstand. Erste Besserungen ab der 2. Woche nach Therapiebeginn.