Tipps & Tricks für Vögel

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Hinweise zur Ernährung, zu gefundenen Jungvögeln und zur Gesundheit von Vögeln.

Vergiftung bei Vögeln

Sollte Ihr Vogel eine giftige Pflanze oder einen giftigen Stoff gefressen haben, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Verabreichen Sie Ihrem Tier keine für den Menschen zugelassenen Medikamente ohne Rücksprache mit einem Tierarzt, auch nicht im Notfall!
  • Bitte stellen Sie bei Vergiftungsverdacht Ihr Tier sofort im Veterinärmedizinischen Zentrum vor, falls möglich bringen Sie die verdächtige Giftquelle (im Idealfall mit Verpackung), angefressenes oder erbrochenes Material mit!

Hinweise zur Vermeidung von Vergiftungen bei Vögeln:

  • Alle Pflanzen-, Insekten- und Nagervernichtungsmittel sind als hochgiftig zu behandeln. Gleiches gilt auch für Dünger sowie Putzmittel aller Art!
  • Bei der Überhitzung von beschichteten Pfannen, aber auch von Öl, Margarine oder Butter sowie bei der Verwendung der Selbstreinigungsfunktion Ihres Backofens entstehen Gase und Dämpfe, die zu schweren, teils tödlichen Vergiftungen Ihres Vogels führen können.
  • Bitte halten Sie Ihren Vogel beim Kochen aus der Küche fern und lüften Sie kräftig nach jedem Kochen, bevor Ihr Vogel zurück in die Küche darf.

Jungvogel gefunden – was nun?

Sie haben einen nackten bzw. kaum befiederten Jungvogel gefunden?

So ein Vögelchen wird als Nestling bezeichnet. Gefundene Nestlinge benötigen dringend Hilfe, sie werden außerhalb des Nestes nicht von den Altvögeln gefüttert oder gewärmt und sind Angriffen durch Fressfeinde schutzlos ausgeliefert.

Ist der Jungvogel unverletzt, suchen Sie in der näheren Umgebung des Fundortes nach seinem Nest und setzen den kleinen Vogel behutsam wieder hinein. Der Geruchssinn der meisten Vögel ist nur relativ gering entwickelt – der anhaftende „Menschengeruch" hält die Elternvögel nicht von der weiteren Versorgung ab! Nur wenn der Nestling verletzt ist, das Nest zerstört, nicht auffindbar oder nicht erreichbar ist oder beide Elterntiere nachweislich ums Leben gekommen sind, sollten Sie den Jungvogel in Ihre Obhut nehmen.

Sie haben einen vollständig befiederten Jungvogel gefunden?

So ein Jungvogel wird als Ästling bezeichnet. Er befindet sich in der sog. Bettelflugphase, hat freiwillig das Nest verlassen, kann fliegen, bettelt aber seine Eltern noch nach Nahrung an und wird von diesen noch ausreichend versorgt.

Wenn der Vogel allein oder in der Nähe seiner Geschwister auf dem Boden oder in einem Gebüsch sitzt und einen gesunden Eindruck macht, beobachten Sie ihn zunächst aus weiter Entfernung (z. B. mit einem Fernglas) 1–2 Stunden lang. Meist ruft der Ästling nach seinen Eltern und wird von diesen mit Futter versorgt – ein solcher Vogel braucht keine menschliche Hilfe! Eine Ausnahme bilden auf dem Boden gefundene Mauersegler sowie meist Mehl- und Rauchschwalben – sie sind in akuter Not.

Haben Sie einen Ästling an einem gefährlichen Ort entdeckt (z. B. am Straßenrand), sollten Sie ihn aufnehmen und im Umkreis von nicht mehr als 25 m vom Fundort in ein Gebüsch setzen. Verletzte Jungvögel, gleich ob Nestling oder Ästling, sollten einem Tierarzt vorgestellt werden.

Tipps zur Papageien-Fütterung

Eine Grundvoraussetzung für ein langes Leben Ihres krummschnäbeligen Hausgenossens ist die korrekte Fütterung. Einigkeit herrscht darüber, dass eine reine Nuß- und Sämereienfütterung inadäquat ist – ein solches Futter enthält eine hohe Anzahl an Pilzsporen, führt zu Calcium- und Vitaminmangelerscheinungen und enthält zu viel Fett.

Futter für Papageien sollte daher maximal 10 % Sämereien enthalten! Empfehlenswert erscheint die Fütterung von speziellen Papageienpellets, jedoch sollten auch diese nur ca. 60 % der täglichen Futterration darstellen. Von der ausschließlichen Pellet-Fütterung raten Experten ab. Die restlichen 30 % der Futterration sollten von frischem Gemüse und frischen Früchten gebildet werden.

Empfehlenswerte Gemüse: Gurke, Möhren, Grüne Bohnen, Gemüsepaprika, Mais, Blumenkohl, Aubergine. Empfohlene Früchte: Papaya, Melone, Kiwi, Mango, Ananas, Banane, Weintrauben, Apfel, Pfirsich, Orange, Kirschen. (Bitte alle Kerne vor Verfütterung sorgfältig entfernen – sie können für Papageien giftige Stoffe enthalten.)

Für Vögel giftige Stoffe und Pflanzen

Für Vögel giftige Stoffe und Pflanzen: Aerosole jeglicher Art, Alpenveilchen, Alkohol, Akazie, Amaryllis, Ausdünstungen von Teflon-beschichteten Bratpfannen, Avocados, Azalee, Becherprimel, Belladonnalilie, Blei (z.B. Bleiketten in Gardinen, Bleiverglasungen), Bleistiftspitzen, Bogenhanf, Buschwindröschen, Calla, Christusdorn, Dieffenbachia, Edding Stifte, Eibe, Efeu, Gelbe Narzissen, Grünspan, Kaffee, Kartoffel (roh), Klivie, Korallenranke, Kugelschreiber, Maiglöckchen, Oleander, Quecksilber, Rhabarber, Ruhmeskrone, Salz, Schokolade, Textmarker, Tinte, Streichholzköpfe, Weihnachtsstern, Wunderstrauch, Zigarettenrauch, Zinn (z.B. Zinnbecher), Zucker.