Sommerzeit ist Grannenzeit

November 18, 2025

Nach Spaziergängen durch hohes Gras oder Wegränder lohnt sich ein kurzer Blick auf Pfoten, Fell und Ohren Ihres Hundes. Grannen sind kleine Pflanzenteile mit Widerhaken; sie können sich festsetzen und Beschwerden auslösen.

Die rauen Grannen, die Widerhaken besitzen, können sich schnell bei einem Spaziergang auf einer Wiese oder im dichten Gebüsch durch Abstreifung im Fell festsetzen. Durch die widerhakenartige Oberflächenstruktur werden sie durch Bewegung und Schütteln nicht abgeworfen, im Gegenteil, die Bewegung befördert Grannen noch viel tiefer in das Fell. Dort können sich Grannen mit ihren Spitzen in die Haut bohren, sich im Gehörgang festsetzen oder Verletzungen im Auge bewirken.

Symptome eines Grannenbefalls an den Gliedmaßen können etwa intensives Ablecken der Pfote, Humpeln oder Schwellung der Pfote sein. Ein Befall des Gehörganges kann Schütteln des Kopfes oder Kratzen der Ohren zur Folge haben. Dies wiederum bewirkt ein noch tieferes Einwandern der Granne und kann zu Gehörgangsentzündungen, oder schlimmer, zur Verletzung des Trommelfells führen.

Verletzungen am Auge durch Grannen bewirken eine schmerzhafte Bindehautentzündung oder Verletzungen der Hornhaut. Die Folge ist eine Schwellung und Rötung des Auges.

Nach dem Spaziergang in Berlin: kurz kontrollieren

Prüfen Sie besonders die Zwischenzehenräume, Achseln und das Fell an den Ohren. Entfernen Sie lose Pflanzenteile vorsichtig aus dem Fell. Wenn Ihr Hund plötzlich lahmt, eine Pfote intensiv beleckt, den Kopf schüttelt oder ein Auge zukneift, lassen Sie ihn tierärztlich untersuchen. Eine tief sitzende Granne sollte nicht blind mit einer Pinzette gesucht werden.

Merken Sie sich, wann und wo die Beschwerden begonnen haben, und schildern Sie dem Team, welche Körperstelle auffällig ist. So kann die Untersuchung gezielt geplant werden. Hier erreichen Sie das Berliner Praxisteam.